Stabilität in bewegten Zeiten. Generalversammlung der GS Die Genossenschaft eG für 2025

Die GS Die Genossenschaft eG hat am 25. Juni ihre Generalversammlung für das Geschäftsjahr 2025 im Gasthaus Römann in Lohne abgehalten. Rund 200 Mitglieder, Mitarbeitende und Gäste nahmen teil. Im Mittelpunkt standen der Jahresabschluss, die Entwicklung der Geschäftsbereiche und die Frage, wie die Genossenschaft Versorgung, Beratung und Wirtschaftlichkeit in einem weiterhin volatilen Marktumfeld sichern will.

Aufsichtsratsvorsitzender Thomas Gardewin eröffnete die Versammlung und führte durch die Tagesordnung. Cord Schiplage (Geschäftsführendes Vorstandsmitglied), Jana Scholz (Geschäftsführendes Vorstandsmitglied) und Volker Stärk-Wichmann (Bereichsleiter Finanzen Konzern) stellten den Jahresabschluss zum 31. Dezember 2025 sowie den Lagebericht vor. Sie ordneten die Entwicklung des Jahres in ein Umfeld ein, das von geopolitischen Unsicherheiten, schwankenden Energie- und Rohstoffmärkten, steigenden Kosten und hohen Anforderungen in der Landwirtschaft geprägt war.

„2025 war kein Jahr des Stillstands. Die Märkte sind nervös geblieben, viele Entscheidungen mussten unter Unsicherheit getroffen werden“, sagte Cord Schiplage, geschäftsführendes Vorstandsmitglied der GS. „Für uns war entscheidend, Versorgung und Beratung verlässlich zu gewährleisten und zugleich die Strukturen dort weiterzuentwickeln, wo sich Anforderungen dauerhaft verändern.“ 

In den Geschäftsbereichen zeigte sich ein differenziertes Bild. GS energie setzte rund 130 Millionen Liter Mineralölerzeugnisse ab und bleibt damit ein wichtiger Versorger in der Region. Neben Heizöl, Diesel und Kraftstoffen gewinnen alternative Kraftstoffe wie HVO und Bio-LNG sowie E-Mobilität weiter an Bedeutung.

GS bau arbeitete weiter in einem angespannten konjunkturellen Umfeld. Der private Wohnungsbau blieb schwach, während gewerbliche, öffentliche und landwirtschaftliche Bauprojekte solide nachgefragt wurden. Der Fokus liegt deshalb stärker auf Modernisierung, energetischer Sanierung und Beratung. Die GS Raiffeisen-Märkte bewegten sich in einem von bewussteren Kaufentscheidungen und Online-Wettbewerb geprägten Umfeld. Fachberatung, regionale Verfügbarkeit und Aktionen vor Ort bleiben die zentralen Stärken.

Im Agrargeschäft war 2025 besonders das Pflanzenschutzgeschäft stark. Auch das Düngergeschäft entwickelte sich gut. Zugleich nehmen Dokumentationspflichten, Beratungsbedarf und strukturelle Veränderungen in der Landwirtschaft weiter zu. Die konventionelle Mischfuttermenge stand unter Druck; die Absatzmengen gingen leicht zurück. Die GS will in diesem Bereich vor allem die Kernsegmente Schwein, Geflügel und Spezialfutter stärken und weiter in Werke, Logistik und Prozesse investieren.

GS bio entwickelte sich weiter wachsend. Die Verkaufsmenge im Bio-Mischfutter stieg auf rund 53.000 Tonnen. Wachstum gab es insbesondere in den Bereichen Geflügel, Schwein und Milch.

Ein Schwerpunkt der Generalversammlung war die Standortentwicklung. In Lohne wird der Standort künftig von GS bau und dem GS Raiffeisen-Markt genutzt; das Agrargeschäft übergibt seine Flächen an diese Geschäftsbereiche. In Börger bleibt die Versorgung genossenschaftlich gesichert. In Melchiorshausen gehen GS und Raiffeisen Mitte einen neuen Weg: Zwei bisherige Wettbewerber bündeln Standort, Versorgung und Beratung in einem gemeinsamen Unternehmen. Ziel ist es, bestehende Infrastruktur zu erhalten und die Versorgung in der Region dauerhaft leistungsfähig zu organisieren.

Auch die Integration von agron wurde aufgegriffen. Marke, Produkte, Vertrieb und Ansprechpartner bleiben bestehen. Gleichzeitig stärkt das Spezialdüngergeschäft die wirtschaftliche Basis der GS-Gruppe und erweitert das fachliche Angebot.

Die GS Gruppe erzielte 2025 einen Konzernumsatz von rund 657 Millionen Euro. Das Ergebnis vor Ertragssteuern lag bei rund 11 Millionen Euro. Das Eigenkapital der Gruppe stieg auf rund 119 Millionen Euro. Für die GS Die Genossenschaft eG wurde zum 31. Dezember 2025 eine Bilanzsumme von rund 152 Mio. Euro festgestellt. Der Jahresüberschuss betrug knapp 3,8 Mio. Euro. Die Generalversammlung stellte den Jahresabschluss einstimmig fest. 

Auch die vorgeschlagene Verwendung des Jahresüberschusses wurde einstimmig beschlossen. Vorgesehen sind eine Dividende von 4,5 Prozent auf die Geschäftsguthaben, 770.000 Euro für die gesetzliche Rücklage und rund 2,3 Mio. Euro für andere Ergebnisrücklagen. Zusätzlich wurde eine Warenrückvergütung von rund 1,0 Mio. Euro berücksichtigt. Sie entspricht 0,5 Prozent des Bezugsumsatzes und war bereits im Jahresabschluss enthalten. Mit diesen Zahlen kann die GS-Gruppe ihr gutes wirtschaftliches Fundament weiter stärken, kraftvoll in die Zukunft blicken und ihr Leistungsangebot für die Mitglieder und Kunden weiter ausbauen.

Vorstand und Aufsichtsrat wurden für das Geschäftsjahr 2025 jeweils einstimmig entlastet. Bei den Wahlen zum Aufsichtsrat wurden Christian Mucker, Bernd Hagedorn und Thomas Gardewin einstimmig gewählt. Zum Abschluss der Versammlung gab der Vorstand einen Ausblick auf das laufende Geschäftsjahr. Im Mittelpunkt stehen weiterhin Versorgungssicherheit, Beratung, digitale Services, tragfähige Standortstrukturen und die wirtschaftliche Stärkung der Mitglieder in der Region.

Diesen Beitrag teilen
Beantwortet alle Fragen:
Thomas Schwarz
Abteilungsleiter Marketing und Pressesprecher
Entdecke unsere Kompetenzbereiche: