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Rund 600 Gäste bei agrarpolitischem Austausch mit Bundesminister Alois Rainer in Schneiderkrug
Rund 600 Vertreterinnen und Vertreter aus Landwirtschaft, Politik, Wirtschaft und Genossenschaftswesen haben am Mittwochabend an der Veranstaltung "Perspektiven 2026: Die Agrarregion Nordwest im Dialog mit Alois Rainer" auf dem Betriebsgelände der GS Die Genossenschaft eG in Schneiderkrug teilgenommen. Eingeladen hatten gemeinsam die GS Die Genossenschaft eG und die Raiffeisen Ems-Vechte, das Warengeschäft der Raiffeisenbank Ems-Vechte eG.
Im Mittelpunkt stand der Austausch mit Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer zu aktuellen agrarpolitischen Rahmenbedingungen. In seinem Impulsvortrag stellte Rainer den Abbau bürokratischer Vorgaben, verlässliche Förderbedingungen sowie die Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit der heimischen Landwirtschaft in den Vordergrund. „Die Bürokratie ist die Geisel unserer Neuzeit. Mein Ziel ist deren Abbau“, betonte der Minister. Zugleich betonte er die Bedeutung von Kreislaufwirtschaft, Ernährungssicherung und regionaler Wertschöpfung als zentrale Leitlinien künftiger Agrarpolitik.
Die anschließende Podiumsdiskussion, moderiert von Christoph Metzner (Deutscher Raiffeisenverband), griff diese Themen aus unterschiedlichen Perspektiven auf. Franz-Josef Holzenkamp, Henning Kock, Jens Suren-Schmits und Jan Müller diskutierten über genossenschaftliche Wertschöpfungsketten, die Auswirkungen regulatorischer Vorgaben auf betriebliche Investitionsentscheidungen sowie die Anforderungen an faire Wettbewerbsbedingungen im internationalen Handel.
Die Veranstaltung wurde von Cord Schiplage (GS Die Genossenschaft eG) und Albert Weersmann (Raiffeisen Ems-Vechte) eröffnet, die die Bedeutung der Region als leistungsfähigen Agrarstandort einordneten und den Dialog zwischen Praxis und Politik als Ziel des Abends benannten.
In seinem Grußwort stellte Christoph Eilers, Mitglied des Niedersächsischen Landtags, die Rolle der Landespolitik bei der Ausgestaltung verlässlicher Rahmenbedingungen für die Landwirtschaft heraus und verwies auf die Bedeutung regionaler Wertschöpfung für den ländlichen Raum.
Den Abschluss gestalteten Cord Schiplage, Albert Weersmann (Raiffeisen Ems-Vechte) und Silvia Breher (Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat). Breher ordnete die Diskussion mit Blick auf bundespolitische Entscheidungsprozesse ein und verwies auf die Notwendigkeit, agrarpolitische Maßnahmen stärker an praktischen Anforderungen auszurichten. Schiplage und Weersmann griffen zentrale Punkte aus Sicht der regionalen Genossenschaften auf und betonten die Bedeutung langfristiger Planungssicherheit für Betriebe und vor- und nachgelagerte Bereiche.
"Die Diskussion zeigt, dass die Betriebe in unserer Region klare und verlässliche Rahmenbedingungen benötigen. Themen wie Bürokratie, Investitionssicherheit und Wettbewerb wirken sich unmittelbar auf die tägliche Arbeit in der Landwirtschaft aus", sagte Cord Schiplage, Vorstand der GS Die Genossenschaft eG.
"Als regional verankerte Genossenschaften bringen wir die Perspektiven unserer Mitglieder in den Dialog ein. Der direkte Austausch mit der Politik ist notwendig, um konkrete Auswirkungen politischer Entscheidungen sichtbar zu machen", sagte Albert Weersmann, Vorstand der Raiffeisenbank Ems-Vechte eG mit dem Warengeschäft Raiffeisen Ems-Vechte.
Die Veranstaltung war als gemeinsamer Austausch von Politik und Praxis angelegt. Neben dem Fachprogramm bestand im Anschluss Gelegenheit zu Gesprächen zwischen den Teilnehmern.